Die Universitätsreformen in Italien und Österreich und der Harmonisierungsprozess auf europäischer Ebene bilden die Grundlage für die zweite Auflage des Terminologischen Wörterbuches zum Hochschulwesen Italien-Österreich / Dizionario terminologico dell’istruzione superiore Austria-Italia. Auf Grund der engen Zusammenarbeit zwischen Italien und Österreich in diesem Bereich zielt dieses Projekt, das im Auftrag der Abteilung „Bildungsförderung, Universität und Forschung“ der Autonomen Provinz Bozen vom Institut für Fachkommunikation und Mehrsprachigkeit erarbeitet wurde, insbesondere darauf ab, die Verständigung und die Kommunikation zwischen Personen und Hochschulinstitutionen sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene zu vereinfachen und zu beschleunigen. Um das Endprodukt, ein begriffsbezogenes Wörterbuch mit mehr als 1000 Einträgen und rund 3000 italienischen und deutschen Termini zu erhalten, wurden folgende Arbeitsmethoden angewandt:
- Das Fachgebiet wurde zuerst durch eine ausführliche Analyse des italienischen und österreichischen Hochschulwesens an Hand von Gesetzestexten, Verordnungen, Satzungen, Handbüchern und zuverlässigen Quellen aus dem Internet, wie z.B. Webseiten von italienischen und österreichischen Ministerien und Universitäten systematisiert.
- Dann wurden die Schlüsselbegriffe herausgefiltert. Dabei wurden auch die orthographischen Varianten und Synonyme berücksichtigt.
- Die Begriffe wurden beschrieben und mit Quellenangeben versehen.
- Ausgehend von der Begriffsbeschreibung wurde ein Rechtsvergleich zwischen den italienischen und den österreichischen Rechtsinstituten angestellt, um Äquivalente sowie etwaige Diskrepanzen oder Lücken aufzuspüren. Da auch die bereits eingebürgerte südtirolerdeutsche Terminologie in das Wörterbuch mit einfloss, wurden auch die Begriffe aus der im Südtirolerdeutschen wiedergegebenen italienischen Rechtsordnung denen der österreichischen Rechtsordnung gegenübergestellt und mit Hilfe des oben erwähnten rechtsterminologischen Vergleichs analysiert.
- Wo sich keine Äquivalente im jeweils anderen Hochschulsystem finden konnten, wurden Übersetzungen mit erklärenden Übersetzungskommentaren vorgeschlagen.
- Des Weiteren wurden auf Grund der kontrastiven Analyse auch Kommentare juristischer, linguistischer und terminologischer Art wo nötig eingefügt, um Besonderheiten eines spezifischen Begriffs aufzuzeigen und das Wörterbuch benutzerfreundlicher zu gestalten.
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